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Sadaharu Horio, Gutai, Gutai movement, finearts, contemporaryart, works on paper, kunst, Galerie

THE | o.T. landscape (cork) painted cardboard| 2019 | Sadaharu Horio | lightbulbs | o.T. collage | 2012 

THE with different participants | Rohrschach game #1 | acrylic paint on wrapping paper | 2019

Sadaharu Horio, sculpture, Fukushima, finearts, contemporary arts, gutai,

Sadaharu Horio | lightbulbs | 2012


Der 1939 in Kobe geborene Künstler Sadaharu Horio, war seit 1966 jüngstes Mitglied der Avantgarde-Gruppe Gutai. Gutai war eine 1954 von Sadaharus Lehrer Jiro Yoshihara gegründete Avantgarde Künstlervereinigung. Mit ihren experimentellen Werken, die im Kontext von Action Painting und Happening zu sehen sind, haben die Gutai Künstler nicht nur die Kunst Japans, sondern auch die Kunst des Westens nachhaltig beeinflusst. Nach dem Ende der Gutai Bewegung in den siebziger Jahren, gründete Sadaharu in Kansai die Künstlergruppen Bonkurai und Kuki. Er setzte so die gemeinschaftliche und dem Experiment verschriebene künstlerische Praxis fort. Besonders bekannt waren seine partizipatorischen Performances, welche häufig Kinder mit einbezogen. Sein Ansatz war spielerisch, jedoch arbeite er mit der Kontinuität eines Zenmeisters. Täglich entstanden in seinem Atelier Bilder und Objekte. Beeinflusst vom abstrakten Expressionismus waren seine Bilder ungegenständlich. Gerne integrierte er Fundstücke aus seiner täglichen Umgebung in seinen Werken. Mit etwa100 Ausstellungen, Aktionen und Performances im Jahr galt Sadaharu als einer der aktivsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunstszene Japans. Seine jüngste und wohl spektakulärste Aktion der letzten Jahre, die er auf der Armory Show 2017 bei der Galerie Axel Vervoordt gezeigt hat, ist die Vending Machine, ein ironischer Kommentar zum aktuellen Kunstmarkt. In einen von ihm selbstgebauten Kunstverkaufsautomaten konnte der Kunde einen Dollar einwerfen und bekam als Gegenleistung eine one minute Zeichnung.

Die bei basedonart ausgestellten Werke stammen aus dem Jahr 2012. Ein Jahr nach Fukushima war das Thema der Energie und Dekonstruktion für den Künstler von besonderer Relevanz.

Sadaharu Horio starb im November 2018.

Die Künstlergruppe THE, deren Mitglieder aus China, Japan und Korea stammen, hat auf die Arbeiten von Sadaharu mit eigenen künstlerischen Werken reagiert. THE bleibt anonym.



Sadaharu Horio, works on paper, Gutai, japan, Kobe

Sadaharu Horio | o.T. Collage | 2012


Die Provenienz der chinesischen Schale vom Typ Ding ist bis Violet Staub de Laslo und Henry Guinnes de Laslo nachzuvollziehen. Violet Staub de Laslo war Psychoanalytikerin und Autorin des Buches „The Basic Writings of C.G. Jung“. Sie hat in den 40er Jahren Jackson Pollock psychoanalytisch behandelt. Möglicherweise befand sich die Schale in Ihrem Behandlungszimmer und wurde so Zeuge der Gespräche mit Jackson Pollock.

Ihr Mann Henry Guinnes de Laslo war ein leidenschaftlicher Sammler, der in den Jahren des Krieges viele Objekte durch ihren Erwerb vor der Zerstörung gerettet hat. Die wunderschöne, konisch geformte Ding-Schale aus dem 17. Jahrhundert ist so auch in seinen Besitz gekommen. Die Schale wird durch einen Kupferrand eingefasst und hat einen Durchmesser von 18 cm. In ihrem Zentrum ist sie dekoriert mit einem Ying und Yang Zeichen, umgeben von Blütenranken auf den steil verlaufenden Innenseiten. Der Künstler ist unbekannt.



Ding Ware, Ding kiln, chinese ceramic, antic ceramic

Ding bowl | China | 17th century


“What matter who’s speaking“, The famous Samuel Beckett quote is the central theme of the exhibition. The Asian artist group THE, whose identity is unknown,  curated the exhibition together with us. THE react with their own work to the exhibitions center piece from Japanese artist Sadaharu Horio. He was one of the youngest members of the Avangarde group Gutai. His experimental artistic practice tried to make the intangible tangible. Selected early ceramics from China, Korea and Japan as well as a cream white bowl, which probably listened to Jackson Pollocks psychoanalyses, will widen the discourse around authorship.



09.02. - 06.04.2019  Wed - Fri 1 - 6 pm  Sat 12 - 4 pm and by appointment.